Das Beste kommt zum Schluss!

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Eine unruhige Nacht geht zu Ende, der Wecker klingelt 6Uhr, schlummern ist heute nicht erlaubt. Das letzte Highlight unserer Reise steht heute an.
Wir machen ein schnelles Frühstück, packen die Sachen und fahren 5min zum Büro der Dolphin Encounter Tours in Kaikoura. Die meisten machen hier wohl eine Whale Watching Tour mit einem Ausflugsboot. Wir aber möchten meinen Traum erfüllen und einmal mit Delphinen schwimmen. Der große Vorteil in Kaikoura: man schwimmt im offenen Meer, die Delphine leben hier wild, sind nicht trainiert und werden auch nicht angelockt. Es sind hauptsächlich Dusky Delphine, die hier vor der Küste leben. Karsten kommt natürlich auch mit zum Delphin schwimmen und so stehen wir pünktlich im Office. Wir werden mit Neoprenanzug und Haube, Flossen, Taucherbrille und Schnorchel ausgerüstet, sollen uns gleich umziehen und sitzen dann “schwimmfertig” vor einem Film, bevor wir mit dem Bus zur südlichen Bucht der Halbinsel Kaikoura Gefahren werden. Dort wartet bereits ein Boot auf uns. Es geht los. Es fahren sowohl einige Schwimmer als auch nur Beobachter mit. Die Schwimmer sitzen unten und auf Kommando – die ersten Dusky Delphine wurden gesichtet – heißt es schnell die Ausrüstung anlegen und auf das Signal mit dem Horn wartet. So als es ertönt, können wir von der hinteren Stufe des Bootes ins Wasser hüpfen. So, jetzt schwimmen wir also mit Delphinen. Einfach so. Man hat uns vorher beigebracht, dass wir uns möglichst delphinartig bewegen sollten, also Arme anlegen und bei Gelegenheit tauchen. Außerdem sollen wir das Interesse der Delphine für uns gewinnen, indem wir Geräusche machen. Man stelle sich jetzt etwa 10 Schnorchler im Meer vor, die alle komische Geräusche durch den Schnorchel von sich geben. Ich versuche es mit einem Lied, Karsten versucht tiefe Brummtöne. Ein Wahnsinn, was sich jetzt und in den folgenden vier Schwimmstopps abspielt. Ich schnorchle singend so dahin, und von rechts, links und vorne, unten und hinten kommt ein Delphin nach dem anderen vorbei. Man kann versuchen mit ihnen zu spielen, z.B. tauchen oder Kreise schwimmen. Manche bleiben eine Weile, manchen schwimmen direkt vor meiner Taucherbrille wie eine hellgrau Wand vorbei. Unfassbar! Dieses Gefühl ist kaum in Worte zu fassen. Wir gehen wieder an Bord, hocken gleich in voller Montur auf der letzten Stufe und das Boot fährt weiter auf der Suche nach einem neuen Delphin Clan. Beim Ertönen des Horns rutschen wir wieder ins Wasser, die Delphine haben wir vorher schon vor uns schwimmen sehen. Das ganze machen wir fünf mal. Karsten erzählt, dass er einmal richtig Länge mit einem Delphin im die Wette getaucht ist. Völlig geblettet von diesen Ereignissen ziehen wir uns schnell um und zücken bei einem anderen Delphin Clan die Kameras. Es sind Hunderte! Sie tauchen und springen und spielen um das Boot herum. Ewig. Viele Jungtiere sind auch dabei, die sich ebenfalls zeigen.
Wieder zurück im Office können wir unser Glück immer noch nicht glauben und spazieren erstmal an der Promenade entlang. Nach einem leckeren Lunch beim Thai geht es im Auto nach Christchurch. Es ist heiß, tolles Sommerwetter, schönes Flair. Hier beziehen wir eine Cabin auf den Top10 Holidaypark – der beste der ganzen Reise – und kochen zum letzten Mal Nudeln. Danach sortieren wir noch unsere Sachen. In der Nacht Wache ich durch ein sehr stark rüttelndes Bett auf. Ich wecke hastig Karsten, weitere 5 Sekunden später ist es vorbei. Das war wohl ein kleines Erdbeben…

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Schlussetappe

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In der Nacht sowie auch noch am Morgen und Vormittag schien in Havelock die Welt unter zu gehen. Es regnete monsunartig und stürmte zwischen 90 und 110 km/h. Echt schrecklich, die Nacht über haben wir kaum geschlafen. Dafür können wir wieder mal ein rotes Kreuz im Kalender machen, da die Wahl einer Cabin grandios richtig war. Im Zelt bei dem Wetter und dann noch im Regen zusammen packen und nasse Sachen anziehen – zum Glück nicht. Wir müssen heute irgendwie nach Pucton kommen, lächerliche 35km. Aber bei dem Wetter Radfahren? Immerhin regnet es quer, mal von rechts und mal von links. Wir machten zunächst einen Stadtbummel. Zur Info, zum Schnickschnackladen und dann wieder zum Zeltplatz. An allen drei Orten meinte man, es wird aufreißen, der Regen zieht weg, aber der starke Wind bleibt. Auf Bus fahren hatten wir dann auch keine Lust. Die Motivation, das Ziel auf den Rad zu erreichen war zu groß. Also Radklamotten an, Regenzeug drüber und Augen zu. Wir fuhren im Sturm los. Endlich konnten wir auch wieder abseits einer großen Straße radeln. Wir folgten dem Queen Charlotte Drive an der Nordküste nach Picton. Aus Radlersicht eine der schönsten Straßen, denen wir begegnet sind: schmal, kurvig, tolle Ausblicke, wenig Verkehr. Aber das Wetter war ein Lotteriespiel. Wir fahren von der ersten Anhöhe hinunter und sehen links in 1km Entfernung wie es regnet. Ein paar Sekunden später erwischt es uns. Eh wir die Regenjacken angezogen haben und weiter radeln, scheint schon wieder die Sonne. Kaum hat Karsten die Jacke wieder abgeworfen, kommt der nächste Schauer. Dieses Spiel spielen wir eine Weile mit. Dann erreichen wir eine Punkt, ab dem wir nur noch kleine Buchten entlang fahren. Zur Bucht hin runter, danach wieder hoch. Sehr sehenswert und spannend. Etwa 5km vor Picton wechseln wir die Fahrtrichtung und cruisen von Norden her bergab nach Picton mit Blick auf den Hafen. Wir sind da!! Als Belohnung stärken wir uns in der Village Bakerij, DIE Bäckerei der Südinsel. Es folgt ein Einkaufsbummel, bei dem wir die längst ersehnten Souvenirs horten.
Danach fahren wir zur Autovermietung, wo wir eigentlich einen Kombi bestellt hatten. Wir bekommen einen Toyota RAV 4 Dreitürer. Manch einer nennt ihn ein Corsa als SUV. Hm, man mag es kaum glauben, aber wir bekommen alles irgendwie in dieses kleine Gefährt gequetscht und setzen unsere Reise zurück zum Flughafen mit dem Auto fort.
Heute ist es schon spät, erst 17Uhr verlassen wir Picton nach Süden. Wir wollen noch bis Kaikoura kommen und zwischendrin beim Stoneleigh Vineyard anhalten. Der Plan mit den Weingütern geht nicht auf. Hier ist schon alles dicht, keines hat mehr offen. Schade um den kleinen Umweg. Wir erreichen Kaikoura gegen 20Uhr und denken, einfach so zum Zeltplatz zu fahren. Aber nix da, nicht mal ein Zelt nehmen die ersten (besseren) beiden an. Beim dritten dürfen wir das Zelt aufbauen, zahlen einen schmalen Taler, bekommen dafür aber auch eher schmuddelige Verhältnisse. Viel schlimmer noch: Unser Zelt steht keine 100m von der Hauptsteaße entfernt an einer Stelle, wo die LKWs erst bremsen und gleich darauf wieder beschleunigen. Es sind verdammt viele LKWs unterwegs, als wir uns schlafen legen. Auch die Eisenbahn dampft vorbei. Außerdem werden wir Gäste eines feinen Popkonzertes gleich auf der anderen Straßenseite. Kostenlos Livemusik vom Feinsten bis 1Uhr nachts – dumm nur, dass wir seit 21Uhr versuchen, etwas Schlaf zu finden.

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Die Reise zu den Grünschalenmuscheln

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Der vorletzte Radeltag steht an und wir haben 75km auf dem Plan. Über das Terrain wissen wir nichts, am besten einfach losfahren. Aber es regnet am Morgen, auch die ganze Nacht hat es schon wie aus Kübeln gegossen und gewittert. Wir essen und machen uns fertig zur Abfahrt, harren aber noch in unserer Hütte aus. Es will einfach nicht aufreißen in Nelson. Irgendwann legen wir die ersten Meter zum Supermarkt zurück, Gaby in voller Regenmontur, Karsten optimistisch ohne. Nach einem weiteren Schauer geht’s zum Fahrradladen, da die Befestigung für den Anhänger etwas verbogen ist. Der erste Radladen weist uns mit Wartezeit zurück. Der zweite bei R&R Sport versteht unser Anliegen, Karsten bekommt eine Zange und nach 1min sind wir wieder weg. Und nein, sie haben keine Regenüberschuhe für Karsten im Angebot. Das braucht man hier wohl nicht…. Inzwischen bilden sich einige blauer Löcher am Himmel, die Straße trocknet rasch ab, ich entledige mich der Regenjacke und los geht es endlich. Wir fahren fluffig gen Westen, bis die Straße von Meer weg biegt. Ab hier geht es langsam, aber stetig bergauf. Aha, eine Bergetappe also. Es stellt sich heraus, dass wir eine tolle kurvige Straße durch ein sehenswertes Tal bergauf fahren. Nicht zu steil, nicht zu flach. Sehr, sehr schön, genau nach unserem Geschmack. Sollte man als Radfahrer in Neuseeland unbedingt mitnehmen. Einzig die riesigen Trucks, die eher wie Monster wirken und entweder Baumstämme oder Schiffscontainer transportieren, sind etwas gefährlich. Aber dennoch äußerst schön zu fahren. Es geht von knapp 400m Höhe rasant bergab bis auf etwas über 100m. Nach einem kurzen Flachstück pedalieren wir erneut bis auf rund 250m über N.N. Es folgt erneut eine schnelle knackige Abfahrt, auf der Karsten plötzlich stehen bleibt. Ein Schild zeigt zu einem Café, das erste auf der heutigen Route. Kommt gelegen, denken wir und fahren hin. Es stellt sich als eines der besten unserer ganzen Reise heraus: Mount Richmond Estate Foresters Café. Wir bestellen Toasties für Gaby und Kartoffelecken für Karsten. Danach noch ein großes Stück Carrot Cake und ein Orange Coconut Slice. Der Hammer! Der beste Carrot Cake ever. Wir lassen es uns auf der überdachten Veranda so richtig munden und genießen das tolle Flair. Der Himmel hat sich nun wieder zugezogen, es regnet und regnet und ist grau in grau. Blöd. Der Wirt, ein sehr netter, muntert uns mit der Aussicht auf abfallende bis flache letzte 30km auf. Wir ziehen die Regensachen an und stehen dann abermals wie bestellt und nicht abgeholt auf der Veranda, da der Regen stärker wird. Irgendwann, es ist bereits 4Uhr, fahren wir einfach los. Es ist ganz schön warm und wir schwitzen unter den Regensachen, atmungsaktiv hin oder her. Aber es rollt echt fluffig. Nach 1h zackigem Radeln sind bereits über 26km weg, bleiben noch lächerliche 4km bis zum heutigen Ziel Havelock. Dieser Ort nennt sich die Welthauptstadt der Grünschalenmuscheln. Das Restaurant “The Mussel Pot” lässt keinen Zweifel daran. Der Campingplatz hat sogar noch eine einfache Cabin für uns frei. Ist wirklich sehr einfach, reicht aber für eine Nacht. Wir beeilen uns, in den örtlichen Dorfladen zu kommen, inzwischen wieder in kurzer Hose und T-Shirt. Hier können wir einige dieser lebenden Muscheln anschauen. Ein kleiner Stadtbummel ist auch noch drin. Der Zeltplatz hier ist echt nicht schlecht. Einfach zwar, aber alles ordentlich, ruhig, kaum Leute. Und keine Sandflies, ist ja auch mal was. Für die Polizisten unter unseren Freunden haben wir das örtliche Police Office auf einem Foto festgehalten. Der Abend klingt auf der Veranda vor unserer Cabin aus, gute Nacht!

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Kayakabenteuer in Abel Tasman

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Heute ist Karstens Geburtstag. Einer, den er bestimmt nicht so schnell vergessen wird ;-)
Wir haben heute den Ausflug in den Abel Tasman NP geplant. Der Wecker klingelt um 6Uhr, um 8Uhr werden wir von klapprigen Shuttle Bus abgeholt. Wir werden bis Maharau, dem südlichen Wassersportort im Nationalpark gebracht. Einige Teilnehmer machen eine geführte Tour, wir haben uns aber für sogenanntes Freedom Kayaking entschieden, da wir gemütlich für uns entlang der Küste Paddeln wollen. Die Einweisung ist schon voll im Gang, als wir hinzu stoßen. Wir verpacken unsere Tagesfracht im Kayak, nehmen Schwimmweste und Kayakrock und verladen unser Doppelkayak auf den Anhänger. Etwa 6 Kayaks dieser Art sowie die Freedom Kayak’ler werden zur Einstiegsstelle am Meer gefahren. Irgendwie geht alles rucki-zucki hier. Wir können gerade noch etwas Sonnencreme auftragen und schon sitzen wir mit einem Paddel in der Hand im Kayak und sollen losfahren. Wir hatten den groben Plan mit dem Guide abgesprochen, er fand es toll und nannte uns die Uhrzeit und eine kleine Bucht, an der wir mit dem Wassertaxi abgeholt werden würden. Alles klaro, los geht’s. Wir paddeln und paddeln, macht richtig Spaß. Nur die Motorboote machen manchmal Wellen, die ganz schön schaukeln. nach einer Weile schauen wir auf die Uhr und beschließen, nicht zu einer Insel zu paddeln, wo es viele Robben geben soll. Das Paddeln entlang der Küste bei ruhigem Meer ist echt schön, man sieht Buchten, Strände und kleine Höhlen und es zirpt permanent. Leider ist das Wetter nicht besonders, es ist inzwischen ziemlich bewölkt und nieselt auch mal kurz. Da wir weiter paddeln als die anderen, die mit uns gestartet sind, sind wir bald alleine. Bevor wir eine große Landzunge umrunden, sehen wir auf einem Fels etwa 10m entfernt eine dicke fette Robbe liegen. Wir schauen fasziniert zu, bis sie ins Wasser springt. Noch ein paar mal sehen wir ihre Flosse, dann ist sie weg. Wir müssen also ein Stück aufs offene Meer hinaus fahren, um die nächste große Bucht zu erreichen. Wir sind schon etwa 2h unterwegs ohne Pause. Der Wind nimmt stark zu, es ist kühl und irgendwie sind hier ziemlich hohe Wellen, auch ohne Boot. Wir kommen langsamer voran und sorgen uns nun mittlerweile um die raue See. Karsten spricht von nahezu 1m hohen Wellen, kein Kayak weit und breit außer uns. Uns wird etwas mulmig, zügig paddeln wir weiter. Karsten meint, er hätte gelesen, dass die Kayaks hochseetüchtig sind, ich weiß noch nichtmal, was es überhaupt auf englisch heißt. Mit dem aufkommenden Galgenhumor und der Feststellung, das dies sicherlich Karstens abenteuerlichster Geburtstag ist, landen wir an einer Bucht für ein kurzes Picknick. Toll, wir haben uns eine Privatbucht ausgesucht, wo man noch nicht mal hinter einen Busch springen kann. Schnell geht es weiter und wir müssen erneut eine Landzunge bei welliger See umschiffen. Immer weiter und weiter suchen wir nach unserer Zielbucht. Und da plötzlich finden wir sie, ein Schild mit deren Namen lässt uns sicher sein. Ich bin inzwischen eh schon patschnass, da ich vorne sitzend immer brav die Wellen brechen durfte. Ich steige als erste aus dem Kayak und noch ehe ich es an Land ziehen kann, wird Karsten von hinten von einer Brandungswelle überspült. Jetzt sind wir beide nass, aber was soll’s. Eine Stunde zu früh, haben wir nun Zeit für Picknick, Fotos und Co.
Das Wassertaxi kommt pünktlich und bringt uns mit 2 Zwischenstopps zurück zum Ausgangspunkt. Turbulenzen im Flugzeug sind Kinderkram dagegen, wie das Wassertaxi gegen die Wellen knallt und hinter der Wellen wie in ein Loch fällt. Inzwischen ist Ebbe und wir lernen, das der Unterschied zwischen Ebbe und Flut hier 4,1m beträgt. Daher werden wir einige hundert Meter von der Straße entfernt von einem Traktor mit Hänger abgeholt, auf den das Boot geparkt wird. Die Passagiere bleiben im Boot sitzen, während es auf dem Hänger bis zur Basisstation Gefahren wird. Wir fahren also im Boot auf der Straße – irgendwie skurril. Ein ereignisreicher Tag neigt sich damit dem Ende.

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Abel Tasman ahead

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Wir sind etwas müde vom langen gestrigen Tag und den vielen verschiedenen Eindrücken, die wir gesammelt haben. Dafür steht heute nur ein kurzer Trip nach Motueka vor den Toren des Abel Tasman Nationalparks an. Wir rollen bei heiter bis wolkigem Himmel los. Recht viel Verkehr ist unterwegs. Unterhalb einer Brücke entdecken wir erstmalig in Neuseeland Radwegwegweiser. Grandios! Wir freuen uns, die Strecke heute auf einem echten Radweg zurück legen zukönnen, jedoch werden wir gleich 30m weiter wieder enttäuscht. Der Radweg führt uns auf den Seitenstreifen des breiten und viel befahrenen Highway No 6 nach Norden. Leicht enttäuscht radeln wir weiter, biegen aber bald darauf ab, um die Höglund Glasblaskunst anzuschauen. Ganz nett und sehr hübsch, aber leider nicht in unserem Budget, diese handgefertigten Glaswaren. Weiter geht es auf dem Highway. In Höhe Mapau biegen wir zum Meer hin ab und radeln mit kleinem Umweg eine schönere Straße an der Küste entlang. Ein kleiner Snack im Café Naked Bun in Mapau ist aber drin. Etwa 10km vor Motueka biegt die Straße wieder auf den Highway, der hier aber etwas schmaler und weniger befahren ist. Rechts und links der Straße befinden sich große Seen oder Teiche, die während der Flut mit Wasser gefüllt sind. Im Moment ist Ebbe und die Flächen erscheinen einem wie das Watt an der Nordsee. Wir erreichen Motueka und sind überrascht, wie groß dieses Örtchen ist. Eine lange Straße mit Läden rechts und links zieht sich durch den Ort, an dessen nördlichen Ende unser Ziel, der Top10 Holidaypark ist. Wir sind also da und es ist erst Mittag. Die Dame an der Rezeption drückt und gleich einen Flyer von Kahu Kayaks in die Hand. Wir entscheiden uns später für einen Tagesausflug mit diesem Anbieter, da wir zu faul sind, selber zu suchen und zu vergleichen.
Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg in “City”, bummeln die Straße rauf und runter und lassen uns letztendlich in einem kleinen Café nieder. Heute gibt es Carrot Cake für mich und irgendwelche undefinierbaren Dinge für Karsten. Wir nehmen am Bistrotisch im Schaufenster Platz und beobachten amüsiert das Geschehen und die Leute, die hier vorbei kommen. Danach schnappen wir und die Räder und fahren noch zum Supermarkt. Der Abend klingt mit orangenen Süßkartoffeln zu Beef aus.

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Der Weg nach Westport und die Nordküste der Südinsel

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Wir haben die Nacht bei Meeresrauschen ohne Regen überstanden und wollen die Flut, die etwa für 10Uhr erwartet wird, an den Pancake Rocks nochmal anschauen gehen. Wir machen uns zeitig auf den Weg, haben tolles Wetter und marschieren erneut den Weg entlang der Felsen. Danach machen wir uns auf nach Norden. Das Ziel ist Westport, etwa 60km entfernt.
Es geht zunächst flach und fluffig mit Rückenwind los. Eine tolle Küstenstraße auf den ersten 20km. Abermals werden wir auf die Pinguine hingewiesen. Wir würden gerne auf sie Acht geben, ja sie sogar ins rechte Licht rücken für tolle Schnappschüsse, aber wie erwartet sind keine mehr da. Die Küste sieht nun in tollstem Sonnenschein viel schöner aus als gestern. Perfekt zum Surfen, wenn man es drauf hat. Die Strasse verlässt dann aber etwas die Küste und wir fahren die erwarteten 2 Berge hinauf. Auch ganz nett, aber eben kein Meerblick mehr. Danach sollte es eigentlich leicht wellig bis Westport gehen, aber wir werden abermals daran erinnert, dass wir in NZ sind und es hier nun mal hügelig ist. Einige dieser Kandidaten stellen sich uns noch in den Weg, bevor wir die letzten 5km nach Westport einrollen. Wir gehen kurz in den Supermarkt und suchen dann die Bushaltestelle, schließlich soll uns der Bus heute noch nach Richmond an der Nordküste bringen. Irgendwie verschlafen hier, denke ich mir. Dann realisieren wir, dass Sonntag ist und wir wie selbstverständlich im Supermarkt einkaufen waren. Cool.
Die letzte Busfahrt für uns in Neuseeland wartet wieder mit einem netten Fahrer auf uns. Bikes und Gepäck kommen mit und so gondeln wir glücklich und zufrieden nach Richmond in der Nähe von Nelson. Der Bus hält zwar bei leichtem Regen, aber dafür direkt vor dem Zeltplatz. Aufgrund des Wetters und der unsicheren Vorhersagen erfragen wir wieder eine Cabin und siehe da, wir haben wieder einmal sowas von Massel und bekommen die vorletzte. Als wir kurz darauf zum Supermarkt aufbrechen, ist alles ausgebucht. Wir gehen heute das zweite mal in einen Pack’N'Save Supermarkt, optisch wie ein deutscher Baumarkt, aber gefüllt mit Lebensmitteln und Sonstigem. Endlich können wir wieder die Bananaboat Sportsonnencreme 30+ light kaufen, nach der wir seit 10 Tagen suchen. Die ist echt klasse!
Da die Wettervorhersage für diese Region echt unsicher und wechselhaft ist und wir keine flutartigen Regenfälle erleben wollen, wie sie letzte Woche hier stattfanden, buche ich gleich 2 Nächte in einer Cabin nahe des Abel Tasman National Park. Die letzte verfügbare Cabin, wieder mal richtig Glück gehabt!!

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Wild Wild West

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Die letzten 2 Tage waren im Hinblick auf sehenswerte Dinge nicht ganz so spannend. Daher berichte ich ein bißchen mehr davon, wie es uns ergangen ist.
Zunächst haben wir in Fox Glacier noch eine trockene überdachte Nacht verbracht, während es draußen unermüdlich regnete und auch richtig kalt war. Puh, alles richtig gemacht. Der Wecker klingelte 6Uhr, um 8Uhr mussten wir Richtung Bushaltestelle aufbrechen. Leider erwischten wir eine der stärkeren Regenphasen und warteten bereits klatschnass auf den Busfahrer. Als dieser erschien, haben wir unabhängig voneinander den gleichen Gedanken gehabt: das kann nichts Gutes werden. Und so zeigte es sich. Sein Name ist David. Die extra Reservierung für die Bikes interpretierte David als “only 1 bike”, was bei einer Buchung für 2 Personen intellektuell nicht besonders hochwertig ist. Dies erklärte er mir ein halbes Dutzend mal. Der nächste Satz “I hate bicycles” machte dann alles klar und als er anfing, sich auch noch über unseren Hänger aufzuregen, war unsere Laune endgültig dahin. Wir haben alles echt extrem platzsparend verstaut. Manch normal Reisender hat mehr Koffer und Taschen dabei als wir inkl der Bikes… Nun gut. Der erste Stopp war in Franz Josef Glacier, 27km entfernt. Ein Dorf mit ein paar hundert Einwohnern, aber der Bus hielt an 3 (!) Stellen. Bis jetzt waren wir fast alleine im Bus und saßen im hinteren Teil, als eine indische Großfamilie zustieg. Sie zingelten uns direkt ein: 3 kleinere Kinder, 2 erwachsene Frauen, ein schmaler jüngerer Mann und ein dicker Mann. Der jüngere Mann wollte nicht bei den anderen Sitzen und ging weiter vor. Nach inzwischen 1h15 verließen wir das 27km entfernte Dorf Franz Josef Glacier. Die Tritte der Kinder in unsere Rückenlehnen begannen gepaart mit grausamem Jammern. Die Mutter lag mir im Ohr und redete permanent auf die Kinder ein, sodass es der ganze Bus hören konnte. Es wurden Brötchen und Colaflaschen hin- und hergereicht. Dann fiel der dicke Inder in einen tiefen, tiefen Schlaf und fing an zu schnarchen. Aber nicht einfach nur schnarchen, nein, es war das schrecklichste Schnarch-Grunz-Geräusch, was es geben kann. Während der ganze Bus schon komisch schaute und jeder so seine Scherze machte, schien es die eigene Familie in keinster Weise zu stören. Dies ging so weiter, bis wir endlich nach 4h und 160km den Bus in der Küstenstadt Hokitika verlassen konnten. Völlig genervt wollten wir dann wenigstens in das National Kiwi Center gehen und uns Kiwis angucken. Von außen machte es eher den Eindruck wie eine herunter gekommene Bar. Nachdem wir 37$, also etwa 23€ für 2 Personen gelöhnt haben, bestätigte sich der Eindruck leider auch innen. Es gab komischerweise fast nur Fische und sonstiges Meeresgetier in schmuddeligen Behausungen zu sehen. Außerdem ein Basin Riesenaale. Das hat mich so angeekelt, dass ich direkt zu den Kiwis, ganze 2 Stück, gegangen bin. Karsten hat noch bei der Fütterung der Riesenaale zugeschaut. Die Kiwis hausten nicht weniger schmuddelig hinter verschmierten Scheiben. Irgendwann zeigte sich dann eines der beiden Tierchen aufgrund einer Hungerattacke. Da die Kiwis wohl nachtaktiv sind, war es dunkel und man konnte meist nur ein noch dunkleres Wollknäul erkennen. Aber immerhin. Insgesamt verteile ich dem National Kiwi Center die Note mangelhaft, echt schade ums Geld.
Nach dieser weniger tollen ersten Tageshälfte suchten wir uns eine Bakery, um einen Happen zu essen und erstmal runter zu kommen. Die Wahl war sehr gut. Die Bäckerin war ganz aufgeregt, was wir alles bestellten und brachte noch ganz freundlich die 2 Cappus an unseren Fensterplatz. Die Laune stieg, das Wetter hatte sich auch zu Sonnenschein gewandt und wir konnten die zweite Tageshälfte nutzen, um von Hokitika immer entlang der Küste bis Greymouth zu radeln. Rechts und links der Straße blühten Hortensienbüsche in Blau und Lila wie Wildwuchs und die Vorgärten waren hier doch wesentlich hübscher gestaltet. Die Straßen war ganz ok, hatte meist einen Seitenstreifen für uns parat und wir kamen schnell voran. Etwa bei halber Strecke bogen wir nach links in einen Schotterweg, ein Geheimtipp der Bäckerin. Wir erreichten ein Stück wilden Strand, ganz nett, und machten ein paar Fotos. Danach erreichten wir die Stadt Greymouth, größte Stadt an der Westküste der Südinsel. Wir bezogen eine Standard Cabin, also einen Raum mit Bett, da es arg nach Regen aussah. Danach machten wir uns mit den Rädern ins Town Center auf. Irgendwie komisch hier, nix los, nix hübsch, einfach nur eine funktionale Stadt. Wir wählten einen Supermarkt, kauften fleißig ein und fuhren dann tatsächlich im Regen zurück zum Zeltplatz. Wieder alles richtig gemacht. Die Stadt lag in einem einzigen Grau aus Regen, Wolken und Gebäuden – wie der Name eben sagt. Abends schlenderten wir noch kurz zum Strand, auch eher Wild und steinig.
Am nächsten Tag radelten wir bei Niesel los. Daraus wurde dann Regen, wieder Niesel, usw. Die eigentlich schöne Küstenstraße bis nach Punakaiki zu den Pancake Ricks konnten wir gar nicht genießen. Glücklicherweise war es relativ mild, sodass man zwischen “nass von innen” oder “nass von außen” wählen konnte. Karsten nahm ersteres, ich zweiteres. Training bei Regen zahlt sich doch manchmal aus – war doch alles nur halb so wild. Den einzigen Schnappschuss auf der ansonsten echt wunderschönen Strecke bekam ein Pinguin-Schild. Kurz vor Ankunft der heutigen kurzen Etappe (50km) brachen die Wolken auf. Sonne! Mangel Verfügbarkeit mussten wir das Zelt aufschlagen, aber das Wetter wurde immer besser. Nach dem Duschen und Wäsche waschen und trocknen gingen wir zu Fuß die Küste ein Stück zurück und aßen im Pancake Rock Café neuseeländische Pancakes mit Fruchtsalat. Lecker! Danach schlenderten wir zu den Pancake Rocks. Diese erhielten ihren Namen, da sie aussehen wie übereinander gestapelte Pancakes. Leider war gerade maximale Ebbe, die Wellen knallten nicht so besonders doll gegen die Felsen. Wir spazieren zurück, gehen in der gemütlichen Taverne nahe des Zeltplatzes etwas essen und beobachten danach am felsigen Strand den Sonnenuntergang. Die raue See donnert mit unvorstellbaren Kräften nun an den Strand. Es donnert fast, so mächtig ist das Wasser hier.

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Lake Matheson und Fox Glacier Tour

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Ruhetag, oder sollte ich diesen lieber umbenennen in activity day?
Eigentlich wollten wir ausschlafen. Aber einerseits unser Zimmernachbar aus Franken, der wie ein Sägewerk geschnarcht hat, sowie andererseits das muntere Türenwerfen der anderen Gäste ab etwa 7 Uhr ließen uns bereits 8 Uhr aus dem Bett kriechen. Wetter naja, aber mild und trocken.
Am vormittag radelten wir zum 5km entfernten Lake Matheson. Der See schlechthin. Hier sollen sich Mt Cook und Mt Tasman, beide über 3000m hoch, morgens und abends fantastisch spiegeln. Da es heute morgen um 6Uhr bewölkt war, sind wir erst später aufgebrochen. Wir spazieren einen 1,5 stündigen Rundweg um den See und durch Regenwald. Und wir haben sogar Glück, dass der See kurzzeitig ganz still da liegt und wir die Spiegelungen erleben können. Leider aber ohne Gipfel, da diese immer noch in den Wolken hängen. Wir machen einen Stopp im Lake Matheson Café. Wie sich heraus stellt, gibt es hier großartige Mittagsmenus. Karsten nimmt Fish&Chips, was aber sehr gesund mit tollem Salat und “echtem” Fisch ohne Panierung serviert wird. Ich habe Chorizo Risotto gewählt mit Pilzen, was auch wirklich äußerst köstlich schmeckt. Zum Essen wirklich eine gute Empfehlung.
Es regnet, als wir zurück zu unserer Unterkunft fahren. Wir marschieren zum Treffpunkt für die Gletschertour. Zunächst bekommen wir Boots, Socken, Regenmantel, Rucksack und Steigeisen ausgehändigt u d werden dann mit dem Bus zum Parkplatz am Gletscher gefahren. Unter den etwa 30 Leuten sind wir die einzigen Deutschen. Die Tour beginnt mit einem halbstündigen zügigen Fußmarsch zur Gletscherzunge. Die Boots fühlen sich an wie zwei schwere Bretter unter den Füßen und schlackern bei jedem Schritt vor und zurück. Es werden viele Fotos gemacht und unser Guide, ursprünglich aus dem Himalaya, erzählt einige Fakten. Dann schnallen wir die Steigeisen um und los geht es. Wir steigen etwa 1 Stunde auf dem Gletscher herum, befinden uns dabei aber im unteren viertel des 13km langen Gletschers. Es wird zunehmend kalt, richtig eisig kalt. Aber ein echt unvergessliches Erlebnis, auf dem blanken Eis neben Gletscherspalten und Eislöchern langzulaufen.
Glücklich aber müde kommen wir zum Abendessen zurück. Ein erlebnisreicher radelfreier Tag geht zu Ende.

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Der schnelle Weg zum Fox Glacier

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Eine mittellange, nicht genau einschätzbare fünfte Etappe am Stück stand uns bevor. Wir wollten gemütlich am See unsere Haferflocken frühstücken, aber daraus wurde nichts. Ich zog es vor, schweißgebadet im Zelt die warmen Oats zu essen. Karsten hielt es nicht mehr aus und teilte sein Frühstück mit den kleinen Insekten. Wir verfielen in Panik, da plötzlich hunderte an uns herum flogen. Weg, nur noch weg und ab in den Fahrtwind.
Der erste Weg führte uns etwa 6km bis zu einer Lachsfarm, wo es endlich auch ein Café geben sollte und damit auch was zu essen und zu trinken. Wir kauften 4 Teilchen sowie eine Cola für den Tag. Vor Ort gönnte ich mir den lange ersehnten Cappuccino. Lachs kauften wir irgendwie keinen, die Begründung weiß ich nicht mehr. Aber die Trinkflaschen füllten wir mit sauberem Trinkwasser auf, ohne es abkochen zu müssen.
Frohen Mutes ging es dann richtig los. Und es lief, und lief, und lief. Echt cool. Keine bösen Hügel oder Berge heute, eine leichte Brise von hinten. Und schöner Regenwald rechts und links der Straße. Die Luftfeuchtigkeit hat sich deutlich erhöht. Fantastisch! Wir waren so schnell am Fox Glacier und dem dazu gehörigen Dorf, dass wir selbst erstaunt waren. Gleich noch eine Gletschertour gebucht und schon kamen wir am Zeltplatz an, wo wir für die kommenden 2 Nächte eine festes Zimmer gebucht hatten. Recht spartanisch zwar, aber trocken und warm.
Die Freude auf den Supermarkt verfiel recht schnell. Wieder ein einziger kleiner Tante-Emma-Laden, noch teuerer als bisher und die Regale fast leer. Die Milch, die ich am nächsten Morgen erstand, kam etwa 3,60€.

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Lake Paringa

Wir planen noch 2 Tage, um am Fox Glacier anzukommen. Der erste Teil dahin führt uns von Haast bis zum Lake Paringa. Dort ist außer dem See nichts zu erwarten.
Das Spa vom Zeltplatz konnten wir leider nicht mehr nutzen. Dafür gehen wir es morgens gemütlich an und packen halbwegs ruhig zusammen. Zu ruhig, wie sich später heraus stellen wird. Die äußerst wichtigen Cookies sowie die ganze Packung teuer erstandener Müsliriegel bleiben irgendwie liegen. Die Strecke verläuft etwas abseits, aber dennoch parallel zum Meer. Zunächst ist der Gegenwind unser Gegner. Die Kalkulation mit theoretischem Rückenwind an der Westküste geht nicht auf, obwohl die vom stetigen Wind gebogenen Bäume eine andere Sprache sprechen. Es geht langsam vorwärts, wir haben genügend Zeit, um den beeindruckenden Regenwald zu beobachten. So langsam tauchen auch die küstennahen Hügel auf. Anfangs noch mit einem Schmunzeln abgetan, werden sie langsam immer steiler und länger. Hunger kommt auf, Riegel und Äpfel müssen herhalten. Zwischendrin stoppen wir an einem Aussichtsturm am Strand und an tollen Aussichten aus die felsigen Buchten. Die kurze Wanderung zum Pinguin-Strand sparen wir uns, da die Pinguine schon längst ihre Brutzeit beendet haben und von dannen gezogen sind. Eigentlich waren es heute nur lächerliche 50km, aber die Wärme, die Luftfeuchtigkeit und wohl auch die voran gegangenen 3 Tage machen die letzten km echt schwer. Es gibt kein Café, keine Bar, keinen Shop. Nicht mal Handynetz, um einen Cappu per Heli ordern zu können. Der letzte Riegel 6km vor dem See muss für Gaby herhalten. Verschwitzt, verklebt und echt kaputt kommen wir am Lake Paringa an. Es stehen schon einige Zelte am Rand, wir platzieren unseres aber in die Mitte – wo viel Wind, da wenig Sandflies. Wir gehen noch ein wenig spazieren, gucken uns den See und den Regenwald an und was die anderen Leute so tun. Eine weitere Radlerin schlägt ihr Zelt am See auf. Zum Abend lässt der Wind nach, wie blöd. Es gibt Couscous mit Baked Beans (unsere letzten Reserven) sowie Couscous ohne alles. Das gemütliche am See sitzen entfällt leider.

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