Das neuseeländische Outback

20111229-225837.jpg

20111229-225816.jpg

Nach dem ersten Weihnachtsfeiertag brechen wir nun auf zum nächsten Ziel, dem Milford Sound in der Fjordlandschaft. Dazu haben wir uns 3,5 Tage Zeit gegeben. Der erste halbe Tag wird für das Kaufen eines Fährentickets sowie letzte Besorgungen in Queenstown verwendet. Da Karsten eine Speiche gebrochen ist, fahren wir beim Fahrradladen vorbei, lassen es reparieren und kaufen sicherheitshalber noch 5 Speichen extra. Wir nutzen die Gunst und pumpen die Räder mit einer Standpumpe auf. Noch ein Abstecher in den Supermarkt und einen Souvenirshop, und dann ist es auch schon Zeit für die Fahrt über den Lake Wakatipu ins Outback. Auf der anderen Seite des Sees fahren wir erst etwas parallel zum See, biegen dann nach etwa 10km vollends ins staubige Hinterland. Was nun folgt sind staubige Schotterstrassen. Jeder macht sich so seine Gedanken, bis Gaby plötzlich einfällt, dass wir die Ersatzspeichen auf der Ladentheke vergessen haben. Bei dem ruppigen Untergrund kommen leichte Sorgenfalten auf. Die letzten 15km bläst uns der Wind extrem stark direkt ins Gesicht. Vorbei kommende Fahrzeuge, mit denen wir gar nicht gerechnet haben, stauben uns mehr und mehr ein. Am Abend erreichen wir überglücklich den Zeltplatz am South Mavora Lake, d.h. irgendwo ein Platz im Wald am See. Wir packen unsere 10 NZD in ein Plastetütchen und schreiben unseren Namen drauf. Auf der Suche nach einem noch nicht belagerten Fleckchen bekommen wir von einem Urlauberpaar 3 Flaschen Wasser aufgefüllt, da wir völlig trocken gelaufen sind. Später finden wir noch frisches Wasser. Am See eine kurze Katzenwäsche, dann das Abendmahl kochen (Reis mit Tomatensoße …) und schon kommt der Ranger vorbei, der die ordnungsgemäße Bezahlung kontrolliert. Ein super netter und lustiger Typ. Das Wasser könnten wir so trinken, wir kochen es aber lieber ab.
Am nächsten morgen geht es schnell los, da die unerbittlichen Sandflies nerven. Zunächst haben wir wieder 30km Schotterpiste vor uns. Die Autos überholen uns unsanft und hüllen uns in Dreck. Der Schotter lässt sich sehr schwer fahren, da er rechts und links der Fahrspuren sehr lose und tief ist. Den Wind haben wir die ganze Zeit gegen uns. Recht unspektakulär und mental etwas angefressen erreichen wir nach weiteren 30km auf der windigen Strasse mit einer Geschwindigkeit von knappen 15km/h auf der Geraden endlich Te Anau, den Eingang zum Fjordland Nationalpark. Auf dem Zeltplatz führt der erste Weg unter die Dusche. Nach 2 Tagen in Staub und Wind ein echter Luxus – aus dem Radio ertönt passend der Song “‘Cause you had a bad day…”. Hier lernen wir auch das erste Mal die Vorzüge eines Trockners kennen: warme trockne Wäsche ‘on demand’.

20111229-230038.jpg

20111229-230022.jpg

20111229-225951.jpg

20111229-225934.jpg

Dieser Beitrag wurde unter Neuseeland live veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.