Von Makarora an die Westküste

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Das Ziel der heutigen Etappe ist Haast an der Westküste Neuseelands. Dazu müssen wir den Haastpass überqueren und dem Haast River in westliche Richtung bis ans Meer folgen.
Zum Frühstück stellen wir fest, dass unsere Vorräte gerade noch für eine Person reichen. Im Lodge-Shop kaufen wir eine Tüte reinen Uncle Bens Schnellreis und mischen ihn unter die übrigen Haferflocken. Geht eigentlich. Frisch gestärkt, jedoch mit etwas schmerzenden Beinen machen wir uns auf den Weg. Wie meistens weht morgens der Wind aus Süd, sodass wir zunächst gut voran kommen. Der Haastpass mit seinen knapp 600hm ist unspektakulär erklommen. Karsten hat die Idee, einem Waldweg zu einem Aussichtspunkt zu folgen. Gesagt, getan, und weil es sonst langweilig wäre, steigen wir einen steilen Wanderweg gen Himmel. Nach dieser kleinen Abwechslung rollt es fluffig weiter, wir stoppen hier und da an Wasserfällen oder hübschen einspurigen Brücken und machen Fotos. Plötzlich geht es rasant bergab, richtig steil und kurvig. Eine Ausfahrt für nicht mehr bremsfähige LKW wird angeboten. Als wir unten ankommen, glühen die Bremsscheiben. Jene von Karsten haben sich verfärbt.
Zum Mittag gönnen wir uns heute den Silvesterreis. Schmeckt solala, schlimmer sind aber die Sandflies, die uns schnell zum Weiterfahren überreden. Als wir die Fahrtrichtung nach Westen wechseln, haben wir den tollen starken Wind wieder direkt von vorne. Der Haast River erweist sich als ein riesengroßes und vor allem sehr breites Flußbett, durch das der Wind pfeift und der Staub in die Luft gewirbelt wird. Wir kämpfen uns umrahmt von Regenwald die Hügel entlang und erreichen nach 80km Haast. Dass hier nur 150 Leute weit verteilt wohnen, war uns nicht bewußt. Wir finden aber den Hinweis auf einen Top10 Campingplatz, der erst seit 7 Monaten existiert. Alles neu, alles hübsch. Der Gastgeber fährt uns zum Supermarkt in die “Stadt”. Die Ausmaße des Supermarktes lassen sich am besten am Beispiel der Möhren beschreiben: diese gibt es verpackt zu je 2 Stück in kleinen Tütchen. Es liegen 4 Tütchen im Regal. Unser erhoffter Großeinkauf fällt damit eher klein aus, dennoch lassen wir einen ganzen Batzen Geld hier. Der Abend zeigt sich von seiner schönsten Seite, eine tolle Abendsonne und angenehmer Wind. Handynetz gibt es hier immer noch keines, sodass wir nur das nötigste am örtlichen PC erledigen.

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