Das Beste kommt zum Schluss!

20120115-201006.jpg

Eine unruhige Nacht geht zu Ende, der Wecker klingelt 6Uhr, schlummern ist heute nicht erlaubt. Das letzte Highlight unserer Reise steht heute an.
Wir machen ein schnelles Frühstück, packen die Sachen und fahren 5min zum Büro der Dolphin Encounter Tours in Kaikoura. Die meisten machen hier wohl eine Whale Watching Tour mit einem Ausflugsboot. Wir aber möchten meinen Traum erfüllen und einmal mit Delphinen schwimmen. Der große Vorteil in Kaikoura: man schwimmt im offenen Meer, die Delphine leben hier wild, sind nicht trainiert und werden auch nicht angelockt. Es sind hauptsächlich Dusky Delphine, die hier vor der Küste leben. Karsten kommt natürlich auch mit zum Delphin schwimmen und so stehen wir pünktlich im Office. Wir werden mit Neoprenanzug und Haube, Flossen, Taucherbrille und Schnorchel ausgerüstet, sollen uns gleich umziehen und sitzen dann “schwimmfertig” vor einem Film, bevor wir mit dem Bus zur südlichen Bucht der Halbinsel Kaikoura Gefahren werden. Dort wartet bereits ein Boot auf uns. Es geht los. Es fahren sowohl einige Schwimmer als auch nur Beobachter mit. Die Schwimmer sitzen unten und auf Kommando – die ersten Dusky Delphine wurden gesichtet – heißt es schnell die Ausrüstung anlegen und auf das Signal mit dem Horn wartet. So als es ertönt, können wir von der hinteren Stufe des Bootes ins Wasser hüpfen. So, jetzt schwimmen wir also mit Delphinen. Einfach so. Man hat uns vorher beigebracht, dass wir uns möglichst delphinartig bewegen sollten, also Arme anlegen und bei Gelegenheit tauchen. Außerdem sollen wir das Interesse der Delphine für uns gewinnen, indem wir Geräusche machen. Man stelle sich jetzt etwa 10 Schnorchler im Meer vor, die alle komische Geräusche durch den Schnorchel von sich geben. Ich versuche es mit einem Lied, Karsten versucht tiefe Brummtöne. Ein Wahnsinn, was sich jetzt und in den folgenden vier Schwimmstopps abspielt. Ich schnorchle singend so dahin, und von rechts, links und vorne, unten und hinten kommt ein Delphin nach dem anderen vorbei. Man kann versuchen mit ihnen zu spielen, z.B. tauchen oder Kreise schwimmen. Manche bleiben eine Weile, manchen schwimmen direkt vor meiner Taucherbrille wie eine hellgrau Wand vorbei. Unfassbar! Dieses Gefühl ist kaum in Worte zu fassen. Wir gehen wieder an Bord, hocken gleich in voller Montur auf der letzten Stufe und das Boot fährt weiter auf der Suche nach einem neuen Delphin Clan. Beim Ertönen des Horns rutschen wir wieder ins Wasser, die Delphine haben wir vorher schon vor uns schwimmen sehen. Das ganze machen wir fünf mal. Karsten erzählt, dass er einmal richtig Länge mit einem Delphin im die Wette getaucht ist. Völlig geblettet von diesen Ereignissen ziehen wir uns schnell um und zücken bei einem anderen Delphin Clan die Kameras. Es sind Hunderte! Sie tauchen und springen und spielen um das Boot herum. Ewig. Viele Jungtiere sind auch dabei, die sich ebenfalls zeigen.
Wieder zurück im Office können wir unser Glück immer noch nicht glauben und spazieren erstmal an der Promenade entlang. Nach einem leckeren Lunch beim Thai geht es im Auto nach Christchurch. Es ist heiß, tolles Sommerwetter, schönes Flair. Hier beziehen wir eine Cabin auf den Top10 Holidaypark – der beste der ganzen Reise – und kochen zum letzten Mal Nudeln. Danach sortieren wir noch unsere Sachen. In der Nacht Wache ich durch ein sehr stark rüttelndes Bett auf. Ich wecke hastig Karsten, weitere 5 Sekunden später ist es vorbei. Das war wohl ein kleines Erdbeben…

20120115-201041.jpg

20120115-201115.jpg

20120115-201107.jpg

Dieser Beitrag wurde unter Neuseeland live veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.