Wo ist der Zeltplatz?

Nach der gestrigen recht anstrengenden Tour wollten wir heute gemütliche 60km hinauf zum nächsten Pass, dem Lindis Pass machen. Geweckt von der Wärme im Zelt zog es uns raus in die warme Morgensonne. Wir konnten heute von Beginn an “kurz-kurz” radeln, ohne zu frieren. Die ersten 30km ging es flach mit leichtem Rückenwind von Twizel nach Omarama. Am Ortseingang machten wir bei einen Sheep Wool Shop stopp, wie auch 3 Busse voll mit Japanern. Während wir uns im Shop umsahen, wurde unser Hänger von den Japanern detailliert begutachtet. Im Ort gönnten wir uns gemütlich etwas zu essen und stöberten noch etwas im Laden. Eine kleine NZ-Flagge haben wir erstanden und unter dem Wimpel des Hängers befestigt – vielleicht bringt es ja Glück. Unser Gepäck ist um 3 Liter Wasser gewachsen, da wir auf einem “very basic” Zeltplatz am Lindis Pass nächtigen wollten. Weiter ging es wieder kilometerlange kerzengerade Straßen zum Pass bei echt heißen Temperaturen. Der Anstieg selber verlief erst wieder eher mäßig. Erst die letzten 3 Kilometer waren richtig anstrengend, aber durchaus fahrbar. Oben angekommen fingen wir an, den Zeltplatz zu suchen. Nichts, aber auch gar nichts war da auf 965m Höhe. Wir vermuteten ihn ein Stück weiter unten, also rollten wir den Berg hinab. Irgendwo sollte ein Straßenschild stehen, jedoch war partout nichts zu erkennen. Inzwischen waren wir bereits über 20km vom Pass entfernt und es wurde langsam Abend. In leicht aufkommender Not hielten wir bei der ersten (und ziemlich einzigen) Range am Wegesrand an und baten um Erlaubnis zum Zelten. Alles kein Problem, es stand uns eine große Schafwiese zur freien Verfügung. Glück gehabt! Zelt aufgebaut, Schlafsäcke raus, schlafen. Genug erlebt heute.
PS: Insgesamt 30km vom Pass entfernt ging dann die Schotterpiste zum Campground von der Strasse ab. Und dabei nennt sich der idyllische Zeltplatz “Lindis Pass Campground”…

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Ab in die Alpen

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Heute sollte es vom verschlafenen, aber süßen Fairlie aus in die neuseeländischen Alpen gehen. Es standen ein kleiner Pass sowie 2 Seen auf dem Programm. Der Weg zum Burks Pass verlief langsam steigend. Zwischendurch grüßte uns der gestrige Busfahrer gleich zweimal von seiner heutigen Tour. Erst der letzte Kilometer ließ den Pass wie einen Anstieg erscheinen. Oben ging es dann auf einer großen weiten Ebene weiter, den Blick Richtung schneebedeckte Gipfel. Die Straße säumten rechts und links wunderbar duftende Blumen in rosa und lila, ähnlich wie Fliederduft. So langsam zogen sich die geraden Strassen bißchen arg hin, aber der Lake Tekapo war zum Mittag erreicht. Vor einem gletscherblauen See in echter Mittagshitze verzehrten wir je einen riesigen Burger.
Weiter ging es Richtung Lake Pukaki am Fuße des Mount Cook. Leider zog sich dieses Streckenstück echt elendig hin. Da es dort keinerlei Shop gab, mussten wir noch weitere 10km bis zum nächsten Ort namens Twizel fahren. Der “Teer” war heute auf der gesamten Strecke extrem rau, wie frischer Rollsplit oder zusammengedrückter Schotter. Ziemlich kaputt von den 101km und tausenden von Hügeln gab es dann noch einfache Nudeln. Lustigerweise durften wir in Töpfen einer Dresdner Familie kochen, die wiederum ein zugezogenes Paar aus Ingolstadt getroffen hatten, deren Mann in der TE bei Audi arbeitet. So klein ist also die Welt ;-)

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Der erste Tag

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Heute haben wir die eigentliche Tour begonnen. Zunächst ging es Punkt 8 Uhr zum Bike Shop, um ein Schloss zu erstehen, da wir für unseres den Schlüssel vergessen hatten. Danach vorbei an der vom Erdbeben mächtig zerstörten City von Christchurch zum Bus. Diesen erreichten wir kurz vor knapp und wurden mit Bikes und Hänger mitgenommen, wenn auch bei Karsten große Sorgenfalten während der Fahrt auf der Stirn lagen. Wir fuhren bis nach Geraldine, die Strecke wäre allein vom Verkehrsaufkommen her ein Horror gewesen. Gerade erst aus dem Bus ausgestiegen wurden wir gleich von 3 Kiwis angesprochen: “Where are you from? Where are you going to? Have a nice trip!” Wir genehmigten uns dann gegen 11 endlich ein kleines Frühstück, bevor wir uns auf die Räder schwangen. Es ging erst flach, später hügelig bis nach Fairlie. Die Hügel hatten ordentliche Steigungen, dafür rollte es aber auch rasant wieder bergab. Zwischendurch haben wir die örtliche Postfrau bei Briefe austeilen beobachtet. Sind muss dazu gar nicht aussteigen. Als uns ihr Postauto (würde man bei uns eher mit einem Rettungswagen verwechseln) wieder entgegen kam, fuhr sie auf unsere Seite, streckte den Arm aus dem Fenster und gab uns kommentarlos 2 Süßigkeiten!
In Fairlie schlugen wir erstmals das Zelt auf. Ein kurzer Bummel zum Supermarkt und zum Warehouse beschaffte uns die für heute benötigten Dinge. Alles in allem etwas stressig am Morgen, klingt der Tag nun friedlich aus.

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Dubai, 16 Grad – Bangkok, 25 Grad – Sydney, 22 Grad und Niesel

Nach einem Flugzeugwechsel in Dubai sowie einem Zwischenstopp in Bangkok haben wir nun die längste Etappe hinter uns. Wir dürfen jeweils unser gesamtes Handgepäck mitnehmen, einmal durch den Flughafen laufen, einmal Security Check und dann wieder zum gleichen Gate zurück. Nicht zu vergessen, dass wir danach wieder in dasselbe Flugzeug zum selben Platz gehen. In Bangkok mussten wir Barfuß durch den Nacktscanner. Nun ja, in wenigen Minuten treten wir die letzten 3 Flugstunden nach Christchurch an und werden dann auch unsere vierte Chicken-Mahlzeit im Flieger einnehmen.

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Deutschland, 1Grad, leichter Schneefall

Das Auto ist geparkt, die Taschen und die Bikes sind eingecheckt. Der Flughafen hat echt viel zu bieten: ein eigener Weihnachtsmarkt zwischen den Terminals mit Eislaufbahn und Glühwein. Dazu tolle rockige Live-Musik. Was will man mehr :-)

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Startschuss

Bald geht es los – das Bike ist jedenfalls mit einem personalisierten Gepäckträger versehen:

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